Heute wird in Japan das letzte Atomkraftwerk (Tomari 3) außer Betrieb gesetzt. Damit wird in Japan kein Atomstrom mehr produziert. Vor Fukushima lag der Anteil bei 30% (vergleichbar mit Schweiz, Ungarn, Tschechien). Die meisten AKW sollen zwar wieder angefahren werden, aber dazu ist die Zustimmung der lokalen Behörden notwendig.

Während in Japan  seit Fukushima alle AKW abgeschaltet wurden, werden sie in der EU aber weiterbetrieben. Das Wiederanfahren wird in Japan breit diskutiert und außer technischen Kriterien auch die lokale Bevölkerung beteiligt. Die “Stresstests” der EU basieren auf Daten der Atomlobby.

Heute wird das erste BürgerInnen Solarkraftwerk Wiens eröffnet. Ich gratuliere meinen Wiener KollegInnen und allen Beteiligten sehr herzlich. Erfreulicherweise ist das Interesse an unabhängiger und erneuerbarer Energieerzeugung in ganz Österreich sehr groß. Der jüngste Ansturm auf die Photovoltaikförderung des Klimafonds hat das gezeigt. Doch die Unterstützung durch Bundesmittel reicht leider wieder mal nicht für alle.

Die Tschechische Republik plant die Errichtung von zwei neuen Atom-Reaktoren am Standort Temelin – nur 50 km von der österreichischen Grenze entfernt!

Ginge es nach uns Grünen, würde das AKW Temelin sofort abgeschaltet – zumal es fast nur für den Stromexport produziert. Jeder Mensch weiß spätestens seit Fukushima, dass Atomkraftwerke ein unbeherrschbares Risiko bergen, schon im Normalbetrieb gesundheitsschädlich sind und verstrahlten Müll produzieren, der niemals sicher entsorgt werden kann.

Auch am 26. Jahrestag der Atomkatastrophe in Tschernobyl gedenken wir der vielen Opfer. Wie viele es tatsächlich sind ist bis heute unklar. Immer noch leiden viele Menschen und vor allem Kinder unter den Folgen. Die Gegend rund um den Reaktor ist bis heute Sperrgebiet.

Gedenken ist wichtig, Gedenken alleine ist aber zu wenig. Die Katastrophe in Fukushima hat deutlich gezeigt, dass Tschernobyl keine Ausnahme war und ein Super-Gau jederzeit wieder etwas passieren kann. Auch direkt vor unserer Haustür. Rund um Österreich liegt eine Reihe von Hochrisiko-Reaktoren. Von fehlenden Schutzhüllen bis Erdbebengefahr treten bei dieses Reaktoren alle Risikofaktoren auf, von völligem Nicht-Schutz vor Flugzeugabstürzen oder Anschlägen ganz zu schweigen.

Jährlich werden Millionen von Versuchstieren für die Entwicklung von Arzneimitteln, zur Erforschung von Krankheiten, bei der Herstellung von Agrar- und Industriechemikalien gequält und getötet. Viele dieser Tierversuche sind sinnlos, weil sich die Ergebnisse am künstlich geschädigten Versuchstier nicht mit der nötigen Sicherheit auf den Menschen übertragen lassen.

Der heutige “Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche” wäre eine gute Gelegenheit die gesetzliche Verankerung der ethischen Bewertung von Tierversuchen anzugehen. Minister Töchterle muss gesetzlich sicherstellen, dass ein unabhängiges Gremium die Notwendigkeit eines Tierversuches prüft.

Im Rahmen des Ausbaus des slowakischen Atomprogramms soll das Atommüll-Endlager in Mochovcw für sehr schwach bis mittelradioaktiven Müll insgesamt um das Fünffache, auf 118.000 Kubikmeter erweitert werden. Dagegen kann man Einwendungen erheben. Ich hab´s gemacht.

So können auch Sie sich beteiligen: