Ein weiterer Verhandlungstag in Kopenhagen geht dem zu Ende, aber weiter ging heute nichts. Schuld daran sind eindeutig die Industrienationen, die ihrer historischen Verantwortung am Klimawandel hier einfach nicht gerecht werden.
Die Zeit drängt. Es reicht nicht, die gehüteten Verhandlungspoker erst in letzter Minute auf den Tisch zu legen. Wenn wir in Kopenhagen das gerechte, ambitionierte und verbindliche Abkommen noch erreichen wollen, dass die Welt so dringend benötigt, dann müssen sich die Industrieländer in den nächsten Stunden Bewegung in diese drei Positionen bringen :
- Die Kluft zwischen den THG-Reduktionsangeboten und den wissenschaftlich notwendigen Emissionszielen von 40 Prozent bis 2020 im Vergleich zum Stand von 1990 muss geschlossen werden.
- Langfristige Finanzierungsangebote in angemessener Höhe für Klimaschutz und Anpassung in Entwicklungsländern müssen endlich von den Industrienationen auf den Tisch gelegt werden. Dieses Geld muss zusätzlich zu schon bestehenden Entwicklungshilfe-Leistungen (ODA) aufgebracht werden.
- Die Schlupflöcher im Kyoto-Protokoll, die jede zukünftigen Klimaziele sabotieren (wie die Anrechnung von „heißer Luft“ bzw. nicht-konsumierten Verschmutzungsrechten, oder die Tricksereien bei der Anrechnung von Waldemissionen) müssen gestopft werden.
Die Verhandlungsparteien hier müssen endlich kapieren, dass uns die Zeit davon läuft. Ein Slogan, der hier auf dem Gelände auch zu finden ist, sollte endlich ernst genommen werden: NATURE DOESN´T COMPROMISE!!
Geschrieben von: Christiane am 15.12.2009
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