Laut dem Übereinkommen der Klimakonferenz in Kopenhagen sollten alle Länder bis gestern ihre (freiwilligen) Klimziele bis 2020 an die UN nennen. Zur Erinnerung: alle Wissenschafter und Umweltorganisationen sagen, dass die Industrienationen bis 2020 bis zu 40% an Treibhausgasemissionen reduzieren müssen, damit die globale Erwärmng unter 2° bleibt.
Österreich versteckt sich leider wieder mal hinter der EU, die mit einem Reduktionsziel von 20% leider weit hinter ihren Verpflichtungen bleibt. Wenn Landwirtschaftsminister Berlakovich dann heute im Mittagsjournal sagt, man dürfe den Kampf nicht aufgeben, wundere ich mich. Denn bisher hat er im Klimaschutz NICHTS gemacht, er muss ENDLICH zu kämpfen beginnen!!!
Insgesamt bedeuten die jetzt auf dem Tisch liegenden Reduktionsziele eine CO2-Reduktion von deutlich unter 20%. Das ist sehr enttäuschend. Denn, wenn das alles ist, was die Industrienationen bis 2020 für den Klimaschutz tun wollen, müssen wir uns auf ein globale Erwärmung von 3° gefasst machen. Das bedeutet, dass viele Regionen der Erde nicht mehr bewohnbar sein werden und Inseln untergehen werden. Das bedeutet aber auch einen Klimakollaps in Österreich. Schon eine globale Erwärmung von 2° heitß für Österreich 4° mehr. Ein globale Erwärmung von 3° wird massive Auswirkungen auf unsere Landwirtschaft, Wasserversorgung und Schigebiete haben, und auch bei uns werden natürlich mehr und stärkere Extremwetterereignisse auftreten.
Wir haben daher die Bundesregierung aufgefordert über das Minimalziel der EU hinaus zu gehen. Österreich hat kann und muss eine Vorreiterrolle im Klimaschutz einnehmen. Berlakovich hat aber wieder mal eine Chance verpasst – allzu viele wird er leider nicht mehr bekommen
Geschrieben von: Christiane am 1.02.2010
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