Einvernahme des Zweitbeschuldigten

Der Zweitbeschuldigte Mag. Felix Hnat, Obmann der Veganen Gesellschaft Österreichs wurde einvernommen. In den letzten Berichten habe ich die Befürchtung geäußert, Richterin Arleth würde nicht nur bei DDR. Balluch, sondern auch bei den anderen Beschuldigten deren zusammenhängende Erklärung des Sachverhalts (§ 245 Abs 1 StPO) unzulässigerweise unterbrechen. Es kam noch schlimmer

Mag. Hnat musste sich überhaupt erst das Recht erkämpfen, diese Erklärung abgeben zu dürfen. Richterin Arleth hatte ihn nämlich nicht darauf hingewiesen, obwohl in der StPO ausdrücklich steht, dass sie ihm dies „eröffnen“ müsse und statt dessen sogleich mit der eigentlichen Einvernahme begonnen. Als Mag. Hnat sinngemäß sagte, er möchte eine solche Erklärung abgeben, brauchte es überhaupt eine Zeitlang und mehrere Versuche Mag. Hnats, bis sie verstand was er meinte und sie schließlich sagte: „Ja, das steht Ihnen zu.“

Mag. Hnat wird neben Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation unter anderem auch schwere Nötigung vorgeworfen. Dies soll er gemacht haben, in dem er Fürnkranz und Kleiderbauer per Mail eine Kampagne wie die gegen P&C angekündigt haben soll.

In Wahrheit hat er nur in Mails nachgefagt, ob die betreffenden Firmen gedenken auch in Zukunft Pelze zu verkaufen, oder nicht lieber aussteigen wollen und eine mögliche Kampagne angekündigt. Einmal wurde erwähnt, dass man eine P&C-Nachfolgekampagne überlege. Daraus schloss der Strafantrag, man hätte mit Sachbeschädigungen, ja gar mit der Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz gedroht (deshalb schwere Nötigung), weil gegen P&C auch Sachbeschädigungen erfolgt seien (freilich nicht im Rahmen der Kampagne des VgT). Ich als Konsumentin möchte das eigentlich schon gerne wissen, wo Pelz verkauft wird und wo nicht!

Mag. Hnat hatte aber stets mit eigenem Namen und von einer VgT-Emailadresse aus gesendet. Es war für ihn wie für alle Beteiligten klar, dass sich eine Kampagne stets auf legale Aktivitäten wie Demos oder Flugzetteln bezog. Auch aus Telefonüberwachungsprotokollen mit einer Coaktivistin wird das deutlich.

Davon, dass mit der Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz gedroht wurde, scheint auch die Richterin nicht auszugehen. Ansonsten scheint sie die weit hergeholten Vorwürfe des Strafantrages aber zu akzeptieren. Ihre Fragen, ob man nicht mit der Kampagnenankündigungen oder auch mit Demos Druck erzeugen wollte, deuten sogar darauf hin, dass für Sie – besonders bedenklich – sogar eine Nötigung durch legale Kampagnen denkbar sein könnte. Die Tendenz normale Kampagnenankündigungen als Nötigung zu verfolgen ist fast noch schlimmer, als die Verfolgung von Aktivisten nach § 278a StGB. Denn was ist denn sonst der Sinn einer Kampagne?

Wenn man gegenüber Unternehmen nicht mehr ankündigen kann, die Öffentlichkeit über ihre problematischen Praktiken zu informieren oder Kampagnen zu fahren, hört sich jede NGO-Arbeit und jede kritische Berichterstattung auf.

Und genau darum geht´s in der ganzen 278a-Debatte. Kritische NGOs und Bürgerinitiativen dürfen nicht bedroht werden!!!!

Kommentare

Mich würde viel eher ein objektiver nicht “grüner” Bericht interessieren und desweiteren sollte sich die Politik aus der Rechtssprechung raushalten.

@ bist du großer Söhne

Auch wenn Sie es noch so oft posten wird Ihr Beitrag nicht besser.

@ kiembeni

oje habe ich eine ihnen nicht genehme meinung das tut mir aber leid

@ bist du großer Söhne

Sind Sie noch im Kindergarten oder haben Sie zum Thema auch etwas zu sagen?

Ich denke mein erster Kommentar war durchaus zum Thema!

Objektivität gibz kane, nur viele Sichtweisen:

http://tierschutzprozess.at/

http://antirep2008.lnxnt.org/

http://www.unet.univie.ac.at/~a8727063/Politik/OperationSpring2/

Sehr geehrte Frau Christiane!
Da es bis heute in Österreich verfassungsrechtlich eindeutig geregelt ist, daß die Justitz (Judikative) von der Legislative unabhängig ist, wäre ich Ihnen verbunden, wenn Sie sich nicht andauernd tendenziös zu laufenden strafgerichtlichen Verhandlungen äussern würden!
Desweiteren: Ich, und vermutlich bin ich nicht der einzige, verzichte gerne darauf mich vor dem C&P beleidigen und beschimpfen zu lassen!
Achja: Ich weiß auch gerne wo Peltz verkauft wird, denn ich hab absolut kein Problem damit Peltz zu tragen, nein im Gegenteil ich finde Peltz sehr angenehm!!

Ja ja ja die Grünen. Helfen einbrechenden Tierschützern, sind gegen das Fällen von Bäumen auch wenn sie schon Schlagreif sind, sind gegen jeden Bau von Strassen und sind gegen fast alles. Auch gegen die Österreicher die hier leben. Doch sie fordern mehr Einwanderer und eine bessere Versorgung dieser. Man könnte noch vieles hier aufzählen was sie alles fordern nur bleiben sie uns aber schuldig, wer dies alles zahlen soll.

Außer ein paar zurückgebliebene ewiggestrige sieht wohl jeder Mensch was da passiert. Während Millionenschwere Kriminalitäten nicht verfolgt bzw. einfach nicht aufgeklärt werden (sind ja schließlich oft wichtige Wirtschaftsleute), richtet sich die Staatsmacht als Handlanger der Wirtschaft gegen die Bevölkerung. Auch wenn es uns oft nervt, die Realität z.B. in Legebatterien zu sehen, finde ich doch dass wir DAS RECHT haben, darüber informiert zu sein!!! Wenn Schlachthäuser so hermetisch abgeschlossen sind, dass wir als VerbraucherInnen keine Möglichkeit haben zu überprüfen, was genau die uns da als Nahrung verkaufen, dann find ich dass es UNSER, nämlich das Recht der Bevölkerung ist, die Türen aufzubrechen!!! (Scheinbar haben die Tierschützer die Schlösser ja nicht mal beschädigt!). Ich jedenfalls möchte verdammt nochmal wissen was ich als Essen vorgelegt bekomme und vor allem was meine Kinder als Essen vorgelegt bekommen!!! Ohne Druck auf die Wirtschaft zeigen sie uns lachende Kühe und redende Schweine! Die verkaufen uns für blöd. Wenn es ginge, dann hätten wir viel mehr Antibiotika und Hormone im Fleisch, ist ja lukrativer.
Ich bin froh dass wir so mutige Menschen in unserem Land haben, es erfüllt mich wirklich mit Stolz dass TierschützerInnen trotz der massiven Denunziation (nicht nur von der Wirtschaft, sondern auch von MitbürgerInnen!) für das Gute kämpfen. Und deshalb stimmt es mich wütend und traurig, von so vielen ignoranten Leuten umgeben zu sein. Wohin entwickeln wir uns, wenn wir unsere “großen Söhne” ins Gefängnis sperren!!??
Ich finde es jedenfalls sehr gut dass Sie, Frau Brunner, dieses Verfahren verfolgen – tun ja scheinbar viele andere PolitikerInnen nicht.
Die Demokratie wird mit Füßen getreten – und alle schauen solange zu, bis es sie selbst trifft!!!
Es stehen unseren Kindern dunkle Zeiten bevor.

@bist du großer Söhne…

auch die sog. rechtsprechung
hat politische interessen, auch wenn sie das vehement bestreiten.
auch ein/e richterIn geht zu wahl,
lebt nicht in der polit. isolation,
kennt und “schätzt” funktionärInnen und deren polit.vertreterInnen.

das wird allzugern übersehn.
genauso wie “mann” gern
die töchter und auch viele andere der zivilgesllschaft in der sog.”heimat grosser söhne” übersieht.

heimattümmelei ist einer “demokratie”
ungustiös.

@ Herrn(?) “Harald”

“Da es bis heute in Österreich verfassungsrechtlich eindeutig geregelt ist, daß die Justitz (Judikative) von der Legislative unabhängig ist”.

Eindeutig geregelt -am Papier-
-ja-.

Interessant wird es dann schon
wie -eindeutig- die Praxis ist.

Sehr geehrte Frau Brunner,

vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen hier genauer zuzusehen. Es ist schockierend in wie vielen Details in dieser Angelegenheit von den Amtsorganen permanent die geltenden Gesetze gebrochen werden.

Ich bin zutiefst erschüttert, dass es in unserem Staatssystem anscheinend keine Instanz gibt, die derart offenen Amtsmissbrauch beenden kann.

Ich finde Verschwörungstheorien nicht überzeugend weil ich nicht daran glaubven kann dass so viele Menschen sich so gut ergänzen wie das nahezu alle Verschwörungstheorien voraussetzen. Das finde ich einfach in meiner praktischen Erfahrung nirgendwo bestätigt.

Allerdings sehe ich leider immer mehr Beweise völliger Skrupellosigkeit und korrupter “Freundschaftsdienste”. Neutrale Richter scheint es nur in seltenen Ausnahmefällen zu geben und weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft wollen Straftaten aufklären, sondern lediglich durch eine möglichst Obrigkeitsgefällige Erfüllung ihrer Rolle Karriere machen.

Wir müssen endlich Regeln definieren, die Amtsmissbrauch nachteilig machen anstatt dazu animieren. Und es ist auch erschütternd, dass so viele Menschen nie aus ihren traurigen kleinen Lohnsklavendasein hoch blicken können um die wahre Dimension des Wahnsinns zu erkennen, der hier abläuft. – Aber das ist vermutlich eine Folge unseres Bildungssystems, dass immer weniger zur Selbstermächtigung und Unabhängigkeit, dafür immer mehr zur Instrumentalisierung hin erzieht.

Drohnen sind nun mal für die Nutznießer praktischer als eigenständige Leute, die mitgestalten wollen und es nicht zulassen für blöd verkauft zu werden.

Wer in einer Demokratie schläft, wacht in einer Diktatur auf:
http://www.demokratie-retten.at/

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