Die Allianz gegen die S7 hat ein Gutachten zum Fachbereich Emissionen-Immissionen erstellen lassen (und finanziert).
Insgesamt ergibt sich daraus eine deutliche Unterschätzung der zu erwartenden Auswirkungen hinsichtlich Luftschadstoffen. Aufgrund dieser Unterschätzung sind natürlich auch die Auswirkungen auf alle anderen Themenbereich (Tiere, Pflanzen, etc) völlig neu zu bewerten und höher einzuschätzen als bisher angenommen
Diese Tatsache wurde von der Asfinag und dem Gutachter der Behörde natürlich nicht gerne gehört. Der DI Kühnert wurde etwas polemisch und daher auch vom Verhandlungsleiter zur Sachlichkeit ermahnt.
BI-Gutachter hat genaue Daten von der Asfinag angefordert, um die dargestellten Auswirkungen prüfen zu können. Wir werden sehen, ob diese Daten auch zur Verfügung gestellt werden. Wenn die Asfinag überzeugt von der Richtigkeit ihrer Berechnungen ist, sollte das ja kein Problem sein…
Folgende Kritikpunkte sind im Detail zum Ausdrck gekommen:
- die zeitliche Entwicklung von Abgasfahnen wird nicht berücksichtigt bzw. Ausbreitungsklassen wurden falsch gewählt (Schwankungsbreite: Faktor acht)
- die gewählte Auflösung des Windfeldes ist für das Gebiet viel zu klein gewählt (Schwankungsbreite: Faktor acht)
- eine Prognose für die Tunnelprotale und die bewohnte Nachbarschaft fehlt
- der Einfluss von Gebäuden, Dämmen und Lärmschutzmaßnahmen wurde nicht berücksichtig (das wurde von der Asfinag zugegeben). Solche Obekte haben aber einen wesentlichen Einfluss auf die Ausbreitung von Luftschadstoffen
- es wurden falsche Mischungsschichthöhen eingesetzt (Schwankungsbreite: Faktor zehn)
Geschrieben von: Christiane am 16.09.2009
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