Archiv der Kategorie: Abfall

Greenpeace Mehrwegflasche-Marktcheck: Mehrwegateil auf historischem Tiefststand – wir brauchen Grünes Pfand- und Mehrwegsystem

Der Greenpeace Mehrweg-Marktcheck zeigt leider  einmal mehr:  Die umweltfreundliche Mehrweg-Pfandflasche wird durch Dosen und Wegwerflaschen aus den Regalen des Lebensmittelhandels verdrängt. Die freiwilligen Vereinbarungen des Umweltministers mit dem Handel und der Getränkewirtschaft zur Förderung von Mehrwegflaschen sind schon seit Jahren gescheitert. Der Mehrweganteil befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Deswegen werden wir Grünen wieder ein Pfand- und Mehrwegsystem beantragen.

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40 Tage Plastikfasten

Wer überlegt sich noch einen Fastenvorsatz? Ich habe mich für 40 Tage PLASTIKFASTEN entschieden.

Ab heute werde ich 40 Tage versuchen, so gut als möglich auf Plastik zu verzichten, in jedem Fall aber keines zu kaufen.

Besonders interessiert mich aber, wo das nicht gelingt, denn da möchte ich dann mit politischen Initiativen ansetzen, um es KonsumentInnen zu erleichtern umweltfreundlich einzukaufen.

Über meine Erfahrungen werde ich auf Facebook und Twitter berichten.

Ich freue mich wenn viele mitmachen und bin auch dankbar für Tipps!

Wege zu weniger Müll

Österreich ist super im Müll trennen und recyceln, bei der Vermeidung von Müll haben wir aber noch viel Potenzial! Mit dem Klimawandel zählt die Ressourcenverschwendung zu den größten Herausforderungen unseres Jahrhunderts. Deswegen müssen wir auch in Österreich von der Mülltrennung zur Ressourcenschonung kommen.

Auf der Grünen Website, Facebook und Twitter werde ich in den nächsten Wochen unterschiedliche Themen rund um Ressourcen und Müll ansprechen – Schauen Sie mal vorbei!

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Vom „Vorreiter“ zu Minister Tatenlos

Viele in der Umweltbewegung hatten Hoffnungen, dass der neue Umweltminister Andrä Ruprechten in der österreichischen Umweltpolitik wieder etwas weiter bringt. Ich auch!

Seit dem 16.12.2013 ist er nun im Amt. Bisher hat er dem Parlament aber noch keine einzige Umweltgesetzgebung vorgeschlagen. In dieser Legislaturperiode wurde in den bisherigen sieben (!) Umweltausschüssen noch keine einzige Regierungsvorlage behandelt.

Gibt es nichts zu tun? Brauchen wir keine gesetzlichen Regelungen? Ich finde schon!

http://oe1.orf.at/artikel/404172

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Plastik in der Donau: was ist mit Maßnahmen?

Vor einem Jahr veröffentlichten Wissenschaftler der Universität Wien eine Aufsehen erregende Studie, bei der mehr Plastikteile als Fischlarven in der Donau gefunden wurden. Ein Jahr später kommt das Umweltbundesamt zu ähnlichen Ergebnissen, diese wurden heute in Wien präsentiert. Die Ergebnisse sind mehr als eindeutig: Die Donau ist voller Plastik verseucht. Das Umweltbundesamt hat zudem nachgewiesen, dass ein erheblicher Anteil der Plastikverschmutzung in Österreich passiert und nicht etwa von Deutschland eingeschwemmt wird.

Eines steht fest: Plastikverschmutzung ist und wird ein immer größeres Umweltproblem. Ausgelöst wurde die Diskussion durch Vorfälle bei der Firma Borealis Polyolefine GmbH in Schwechat, die den Verlust von Pellets (Plastikrohstoffe) in offiziellen Meldungen auch zugab. Bei meinem Lokalaugenschein bei Borealis wurde mir zwar offen gesagt, dass bei Starkregen hunderte Kilogramm an Plastik in die Schwechat geschwemmt wurden, dass aber gegen keine Grenzwerte verstoßen wurde – weil es überhaupt keine gibt!. Für Betriebsanlagen wie Plastik produzierende- oder verarbeitende Anlagen gibt es nur einen Grenzwert für „abfiltrierbare Stoffe“ in der Höhe von 30 Milligramm pro Liter.

Ein Plastik produzierender oder verarbeitender Betrieb darf also vollkommen legal hunderte Kilogramm Plastik pro Tag in die Donau leiten. Ich habe den Umweltminister längst aufgefordert, einen geeigneten Grenzwert zu verordnen. Er wollte die Studie des Umweltbundesamtes abwarten. Die zeigt nun eindeutig, dass wir einen Grenzwert brauchen. Im nächsten Umweltausschuss am 18. März werde ich einen entsprechenden Antrag vorlegen. Dann werden wir sehen, wie ernst Minister Rupprechter den Kampf gegen die Plastikverschmutzung nimmt. Freiwillige Vereinbarungen der Industrie wie sie heute angekündigt wurden sind nett, aber warum wehrt sich der Umweltminister gegen gesetzliche Lösungen?

Die Studie zeigt aber auch klar, dass die Plastikverschmutzung nicht nur von der Firma Borealis kam. Ein erheblicher Teril kommt von anderen Industriebetrieben bzw. überhaupt aus anderen Quellen. Daher stellt sich die Frage, wer verschmutzt noch? Es braucht weitere Untersuchungen entlang der ganzen Kunststoffproduktionskette auch an den Zuflüssen.

Neben dem industriellen Rohmaterial wie Pellets stellte das Umweltbundesamt erhebliche Mengen an herkömmlichen Plastikabfällen fest. Über drei Viertel der Plastikverseuchung stammt von herkömmlichem Plastikmüll, der achtlos weggeworfen wird. Wir müssen daher vor allem auch das in der Griff bekommen. Neben anderen Maßnahmen zur Reduktion von Plastikverpackungen werde ich daher auch einen Antrag zu Einführung eines flächendeckenden Pfandsystems für Getränkeverpackungen in Kombination mit verpflichtenden Mehrwegquoten vorschlagen. Ein verpflichtendes Pfand für Aludosen und Plastikflaschen ist eine der wirksamsten Maßnahmen um unsere Flüsse und Landschaften sauberzuhalten. Ich hoffe daher auf die Unterstützung durch den Umweltminister und der anderen Parteien am nächsten Mittwoch.

Historischer Erfolg gegen Plastikmüll

Die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsstaaten segneten gestern einen Kompromiss formal ab, der gemeinsam mit dem Parlament und der Kommission erzielt wurde.Zum ersten Mal in der Geschichte haben wir verbindliche Ziele zur Vermeidung von Plastikmüll. Alle Mitgliedsländer müssen den Verbrauch von Plastiksackerl eindämmen, und zwar stufenweise auf 40 Sackerl bis zum Jahr 2025 – das entspricht einer Reduktion von 80 Prozent im Vergleich zu 2010. Darüber hinaus wird es in Zukunft möglich sein, Wegwerfsackerl zu verbieten.

Das ist ein historischer Erfolg im Kampf gegen die Plastikmüllberge und für eine saubere Umwelt. Ich gratuliere der Grünen EU-Abgeordneten Margrete Auken, die sich als Chefverhandlerin für das EU-Parlament in wesentlichen Punkten gegen die Plastiklobby durchgesetzt hat. Wenn man bedenkt, dass die EU-Kommission ursprüngliche nur nationale Verbote zulassen wollte und die Mitgliedsstaaten nur auf der Bremse gestanden sind, ist das Ergebnis äußerst erfreulich.

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Umweltausschuss #1: Plastik in der Donau

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Im letzten Umweltausschuss haben wir ein Update vom Umweltbundesamt über die laufenden Untersuchungen und Studien zum Thema „Plastik in der Donau“ bekommen.
Beruhigend, dass das Thema sehr ernsthaft und umfassend angegangen wird, und es einen Austausch mit anderen europäischen Ländern gibt. Beunruhigend, dass es ein immer größeres Thema wird.
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