Archiv der Kategorie: Lärm

Fossiles Zeitalter ist zu Ende! ->Klimaschutz schlägt Flugverkehr – weltfremd ist wer das nicht sieht

Viel Aufsehen und sehr kontroverse Diskussionen hat in den letzten Wochen die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts gegen die Genehmigung der 3. Piste am Flughafen Wien Schwechat ausgelöst. Das Bundesverwaltungsgericht stufte die Erfordernisse des Klimaschutzes höher ein als den Bedarf des Flughafens an einer zusätzlichen Piste. Ein paar Gedanken von mir dazu…

Ich halte diese Entscheidung für einen wesentlichen Richtungsentscheid. Erstmals hat eine österreichische Institution den Klimaschutz Ernst genommen und entsprechend in einer Entscheidung berücksichtigt. Genau das bedeutet nämlich der Klimavertrag von Paris, dass wir nicht mehr so weiter machen können wie bisher. Durch die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts wird diese Bedeutung jetzt erstmals in der österreichischen Realität sichtbar.

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S7-Genehmigung: zurück ins Zeitalter der Fossilen

15 Jahre nach Start des Projektvorhabens und neun Jahre nach Start des Verfahrens gibt es jetzt einen positiven Entscheid für den Ostabschnitt der Schnellstraße S7 im Südburgenland. Abgesehen davon, dass der Bescheid in einigen Punkten inhaltlich nicht korrekt ist, ist dieser Entscheid, kurz nach dem Weltklimavertrag, besonders skurril: Alle Staaten dieser Erde haben beschlossen, dass das Zeitalter der fossilen Energien zu Ende ist. Wenige Monate danach erteilt das Verkehrsministerium einen positiven Bescheid für eine unsinnige Autobahn, die fossile Energien weiter einzementiert. Diese Autobahn bringt niemandem etwas außer Lärm, Luftverschmutzung und Nachteile für die regionale Wirtschaft.

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(Wie) kann Paris gelingen? EINLADUNG zum MORGIGEN FACHGESPRÄCH

Heute in vier Wochen beginnt die Weltklimakonferenz in Paris. Dann werden die Staaten dieser Welt wieder um einen gemeinsamten Weg aus der Klimakrise ringen. Nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls 2012 soll hier endlich ein globaler Klimaschutzvertrag beschlossen werden, der ab 2020 für alle Staaten gilt. Wird diese Herkules-Aufgabe gelingen?

Werden die Ergebnisse von Paris ausreichen, die Erwärmung auf 2 Grad zu begrenzen? Wie verbindlich und ambitioniert darf der Vertrag ausfallen, ohne zu riskieren, dass zentrale Akteure nicht an Bord sind? Wie weich und flexibel darf das Abkommen ausgestaltet sein, ohne zu riskieren, dass es wirkungslos wird? Welche Rolle kann die europäische Union spielen, welche spielt Österreich?

Diese und viele andere Fragen diskutieren mit dem Publikum:

  • Bas Eickhout, Member of the European Parliament, Greens
  • Dr. Helmut Hojesky, Abteilungsleiter Klimaschutz im Umweltministerium
  • NR. Abg. Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen

Moderation: Georg Günsberg, Politikberater

WANN: DIENSTAG, 3. 11. 2015 UM 17.30 UHR
WO: HOTEL ALTSTADT VIENNA, ?KIRCHENGASSE 41, 1070 WIEN

?Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt.
?Im Anschluss an die Diskussion ist für Ihr leibliches Wohl gesorgt.

Wir bitten um Anmeldung bis 30.10.2015 an elke.widner@gruene.at?

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Claude Turmes erzählt von Zick-Zack-Kurs der österreichischen Bundesregierung 

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Claude Trumes ist Grüner EU-Abgeordneter aus Luxemburg und Energoeexpert. Er ist außerdem Präsident von EUFORES und hat anlässlich seines Besuchs in Wien den energie- und Anti-atompolitischen Zick-Zack-Kurs der österreichischen Bundesregierung offengelegt.

„Einerseits stellen Kanzler Faymann & Co begrüßenswerterweise Österreichs Anti-Atomkurs immer in die Auslage. Der Protest gegen die Förderung des britischen AKW Hinkley Point ist sehr erfreulich. Andererseits fehlt aber die Konsequenz. Die Bundesregierung hat dem Juncker-Investitionsprogramm zugestimmt, das Atomprojekte enthält. Der österreichischen Bundesregierung ist es im kommenden EU-Rat am Donnerstag offenbar wichtiger dafür zu kämpfen, dass Gaslieferverträge intransparent bleiben anstatt gegen Investitionen in Atomenergie. Wer den Platz für die Atomkrft wirklich verkleinern will, muss konsequent am Ausbau der Erneuerbaren und Energieeffizienz arbeiten. Vor allem in den südosteuropäischen Ländern ist das wichtig. Dort gibt es außerdem auch großes Potenzial dafür. Hier müsste sich Österreich mehr einsetzen.“ 

Die EU-Kommission schlägt vor, dass jedes Land gegenüber der Kommission seine Gaslieferverträge offenlegt, damit die EU eine einheitliche Verhandlungsposition gegenüber Gazprom und Russland einnehmen kann. Ich frage mich, wen die österreichische Bundesregierung hier decken/schützen will? Und warum das wichtiger ist, als der Kampf gegen Investitionen in Atomkraft? Wir werden mit diesen Informationen am kommenden Mittwoch im EU-Hauptausschuss eine Erklärung von Bundeskanzler Faymann einfordern.

EU-Kommission: Fracking statt verbindliche Klimapolitik

Heute hat die EU Kommission ihre Empfehlungen für die gemeinsamen Klima- und Energieziele bis 2030 vorgelegt. Bisher fußte die europäische Klima- und Energiepolitik auf drei Ziele, den sogenannten 20-20-20-Zielen für CO2-Reduktion, Ausbau erneuerbarer Energie und Energieeffizienz. Was ist jetzt aus diesen Zielen geworden?
CO2-Reduktion: bisheriges Ziel Minus 20 Prozent (für Österreich Minus 15 Prozent) bis 2020 gegenüber 2005. Bis 2030 sollen die Treibhausgase jetzt um 40 Prozent reduziert werden. Das bleibt als einziges verbindliches EU-Klimaziel.
Ausbau Erneuerbare: bisheriges Ziel 20 Prozent im Jahr 2020 (Österreich 34 Prozent). Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien europaweit lediglich um sieben weitere Prozent ausgebaut werden. Sanktionen bei Ansicht-Erreichung dieses Zieles sind nicht vorgesehen.
Energieeffizienz: bisheriges Ziel Minus 20 Prozent bis 2020. Jetzt soll es den Mitgliedsländern überlassen sein ob und wie schnell Energie eingespart wird.
Zusätzlich bestürzend: die Kommission spricht eine grundsätzliche Empfehlung für das umweltgefährliche und klimaschädliche Fracking aus
Mit diesen „Empfehlungen“ gibt die EU die Führung im Klimaschutz auf!
Wie weiter?
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EU-Kommission: Fracking statt verbindliche Klimapolitik

Heute hat die EU Kommission ihre Empfehlungen für die gemeinsamen Klima- und Energieziele bis 2030 vorgelegt. Bisher fußte die europäische Klima- und Energiepolitik auf drei Ziele, den sogenannten 20-20-20-Zielen für CO2-Reduktion, Ausbau erneuerbarer Energie und Energieeffizienz. Was ist jetzt aus diesen Zielen geworden?
CO2-Reduktion: bisheriges Ziel Minus 20 Prozent (für Österreich Minus 15 Prozent) bis 2020 gegenüber 2005. Bis 2030 sollen die Treibhausgase jetzt um 40 Prozent reduziert werden. Das bleibt als einziges verbindliches EU-Klimaziel.
Ausbau Erneuerbare: bisheriges Ziel 20 Prozent im Jahr 2020 (Österreich 34 Prozent). Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien europaweit lediglich um sieben weitere Prozent ausgebaut werden. Sanktionen bei Ansicht-Erreichung dieses Zieles sind nicht vorgesehen.
Energieeffizienz: bisheriges Ziel Minus 20 Prozent bis 2020. Jetzt soll es den Mitgliedsländern überlassen sein ob und wie schnell Energie eingespart wird.
Zusätzlich bestürzend: die Kommission spricht eine grundsätzliche Empfehlung für das umweltgefährliche und klimaschädliche Fracking aus
Mit diesen „Empfehlungen“ gibt die EU die Führung im Klimaschutz auf!
Wie weiter?
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Saubere Umwelt, saubere Politik: unser Wahlprogramm für 2013

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… unser Wahlprogramm für 2013 wurde gestern von Eva Glawischnig und Werner Kogler präsentiert. Besonders empfehle ich das Kapitel „Für alle die nur eine Umwelt haben!“

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